Fotografie
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“Ein guter Fotograf nimmt die Welt genauer und
umfassender war als andere Menschen”
John Hedgecoe
Fotografie
Fotografieren ist schon immer ein Hobby von mir, meine ersten Fotos habe ich im Jahre 1978
gemacht. Damals noch mit einer Reflekta II und auf Rollfilm. Später wurde dann eine Berette
electronic draus. Dann in den 80 ziger Jahren endlich die erste Spiegelreflex, Praktica MTL 5 B
schon mit Innenbelichtungsmesser. 1991 kam dann die erste Kamera mit AF, eine Pentax SFXN.
Zur damaligen Zeit eine Spitzenkamera für gehobenere Ansprüche. Mit ihr habe ich einen Preis bei
einem Fotowettbewerb gewonnen. 2. Platz beim Pentaxfotowettbewerb. Die Pentax SFXN hat mich
über zehn Jahre begleitet, bis zum digitalen Zeitalter. Dann wurde sie durch eine Pentax EL 2000,
die der Preis im Fotowettbewerb war, eine Pentax istDs und schließlich durch meine heutige
Pentax K20D verdrängt.
Auch wenn ich heute eine gute Fotoausrüstung besitze so merke ich doch immer wieder, dass dies
nicht alles ist. Man kann Blende, Zeit, Schärfentiefe Autofocus und alle anderen Einstellung einer
Kamera perfekt beherrschen und trotzdem sind die Bilder die man mit der Kamera macht,
langweilig und nichts sagend. Also stellt sich die Frage woran liegt das ? Eigentlich ist es ganz
einfach, Fotografie spielt sich nur in einem geringen Teil in unserer Kamera ab. Viel Fotografen
sind Sklave ihrer eigenen Technik geworden, welche sie perfekt beherschen. Aber die wirkliche
Fotografie spielt sich im Kopf ab. Fotografie heißt das Besondere heraus finden und im richtigen
Licht wieder erscheinen lassen. Fotografieren heißt Gestaltung und nicht nur Wiedergabe dessen,
was alle anderen auch sehen.
Fotografie ist in der heutigen Zeit mehr zur Dokumentation ausgeartet. Deutlich sehen wir es an
unseren Urlaubsbildern. Wenn wir sie anschauen, erleben wir unseren Urlaub noch einmal, einfach
toll. Unsere Freunde fangen nach dem zehnten Bild an zu gähnen. Sie können nicht verstehen
warum wir so begeistert sind. Sie waren ja auch nicht dabei und was haben wir gemacht, um all
diese tollen Eindrücke im Bild fest zu halten? Weitwinkel auf die Kamera und los, soviel wie
möglich von dem Urlaub im Bild festhalten. Der Fluch der Weitwinkelobjektive, schon durch die
Industrie wird uns vermittelt, dies ist das beste Objektiv. Fast alle Kameramodelle werden mit so
einem Kit (18-55; 17-70 usw.) ausgeliefert. Als ich mit fotografieren angefangen habe, hieß es
noch “fang mit einem Teleobjektiv an, um das Wesentliche fest zu halten”. Ich muss nicht den
ganzen Strand fotografieren, es reicht schon wenn ich die Muschel die vor mir im Sand liegt und
vom Wasser umspült wird im richtigen Licht darstelle. Diese Bild wird unsere Freunde viel mehr
fesseln, weil ihnen nicht den fertigen Strand präsentieren, nein sie sind gezwungen ihn sich
vorzustellen. Ein einzelnes Blatt was vom Baum gefallen ist, sagt oft mehr, als ein einem ganzen
Wald.
Wir müssen anderen keine kompletten Bilder präsentieren. Wenn wir sie dazu bringen sich ihre
eigenen Gedanken zu diesem Bild zu machen. Dann werden unsere Bilder interessant.