Fotografie
michael-hauptstock.de
“Fotografie der Bruchteil eines Augenblicks
eingefangen für die Ewigkeit”
Fotografie
Fotografieren war schon immer ein Hobby von mir, meine ersten Fotos habe ich im Jahre 1978
gemacht. Damals noch mit einer Reflekta II und auf Rollfilm. Später wurde dann eine Beirette
electronic daraus. Dann in den 80 ziger Jahren endlich die erste Spiegelreflex, Praktica MTL 5 B
schon mit Innenbelichtungsmesser. 1991 kam dann die erste Kamera mit AF, eine Pentax SFXN.
Zur damaligen Zeit eine Spitzenkamera für gehobenere Ansprüche. Mit einem Foto aus dieser
Kamera habe ich einen 2. Preis beim Pentaxfotowettbewerb 2001 gewonnen. Die Pentax SFXN hat
mich über zehn Jahre begleitet, bis hin zum digitalen Zeitalter. Dann wurde sie durch eine Pentax
EL 2000, die der Preis im Fotowettbewerb war, eine Pentax istDs und schließlich durch meine
heutigen Pentax K20D und K5 verdrängt.
Auch wenn ich heute eine sehr gute Fotoausrüstung besitze, so merke ich doch immer wieder,
dass dies nicht alles ist. Man kann Blende, Zeit, Schärfentiefe, Autofocus und alle anderen
Einstellung einer Kamera perfekt beherrschen und trotzdem sind die Bilder die man mit der Kamera
macht, langweilig und nichts sagend.
Also stellt sich die Frage woran liegt das? Eigentlich ist es ganz einfach, Fotografie spielt sich nur in
einem geringen Teil in unserer Kamera ab. Viele Fotografen sind Sklave ihrer eigenen Technik
geworden, welche sie perfekt beherrschen. Aber die wirkliche Fotografie spielt sich im Kopf
ab. Fotografie heißt das Besondere heraus finden und im richtigen Licht wieder erscheinen lassen.
Fotografieren heißt Gestaltung und nicht nur Wiedergabe dessen, was alle anderen auch sehen.
Fotografie ist in der heutigen Zeit mehr zur Dokumentation ausgeartet. Deutlich sehen wir es an
unseren Urlaubsbildern. Wenn wir sie anschauen, erleben wir unseren Urlaub noch einmal, einfach
toll. Unsere Freunde fangen nach dem zehnten Bild an zu gähnen. Sie können nicht verstehen,
warum wir so begeistert sind. Sie waren ja auch nicht dabei und was haben wir gemacht, um all
diese tollen Eindrücke im Bild fest zu halten? Weitwinkel auf die Kamera und los, soviel wie
möglich von dem Urlaub im Bild festhalten. Der Fluch der Weitwinkelobjektive, schon durch die
Industrie wird uns vermittelt, dies ist das beste Objektiv. Fast alle Kameramodelle werden mit so
einem Kit (18-55; 17-70 usw.) ausgeliefert. Als ich mit fotografieren angefangen habe, hieß es
noch “fang mit einem Teleobjektiv an, um das Wesentliche fest zu halten”. Ich muss nicht den
ganzen Strand fotografieren, es reicht schon wenn ich die Muschel die vor mir im Sand liegt und
vom Wasser umspült wird im richtigen Licht darstelle. Dieses Bild wird unsere Freunde viel mehr
fesseln. Weil ich ihnen nicht den fertigen Strand präsentieren, sind sie gezwungen ihn sich selbst
vorzustellen und damit nehmen sie unbewusst an meiner Präsentation viel intensiver teil. Ein
einzelnes Blatt was vom Baum gefallen ist, sagt oft mehr aus, als ein ganzer Wald.
Wir müssen anderen keine kompletten Bilder präsentieren. Wenn wir sie dazu bringen sich ihre
eigenen Gedanken zu diesem Bild zu machen. Dann sind unsere Bilder interessant.